Viele Anfänger und trotzdem ein gutes Spiel
"Man lernt Basketball nur durchs Spielen". Klingt zwar gut für die, die erst angefangen haben, denn schließlich können sie sich nur verbessern wenn sie an einem Spiel teilnehmen. Aber was denken sich dann die anderen Spieler, die schon länger dabei sind und deren Ziel es ist zu gewinnen? Wahrscheinlich werden die dann etwas enttäuscht sein wenn sie mit den "Neuen" spielen müssen. So bestand auch am letzten Samstag gegen Wemding kaum eine Chance für die U16 Kreisliga des PSV. Wenn bei insgesammt sechs Spielern die Hälfte zum ersten mal bei einem richtigen Spiel teilnimmt, können auch die anderen drei nicht für einen Sieg oder zumindest eine ausgeglichene Begegnung sorgen. Daher ist auch das Ergebnis von 20:112 nicht wirklich überraschend ausgefallen. Schließlich ist die Wemdinger Mannschaft schon seit Jahren ein eingespieltes Team. Mit der Zeit werden sich jedoch auch die jetzigen Anfänger besser in die eigene Mannschaft einglieder können und für ein gutes Ergebnis in den nächsten Spielen sorgen.

Die Herren siegten gegen Wertingen mit 68:61
Gelungenes Anspiel auf Center Rolf.
| Erfolgreicher Rebound des neuen Centers Felix.
|
 |
|
U16 mit Fabian im Angriff gegen Donauwörth. U18 Alex beim Dribbling gegen den Tabellenführer.
In der vorletzten Schulwoche dieses Schuljahres fand in der Dreifachturnhalle Haunwöhr ein ganz besonderes Schulsportereignis statt. Was die „Großen“ können, das können wir auch, dachten sich drei Grundschulen. Und so wurde in Haunwöhr ganz nach den Regeln „Jugend trainiert für Olympia“ ein Basketballturnier ausgetragen, zu dem neben der Grundschule an der Pestalozzistraße auch die GS Gaimersheim eingeladen war. Nach der Begrüßungsrede durch Rektor Werner Stäber und der zur Fairness aufmunternden Worte des Turnierleiters und Schiedsrichters Peter Löschke vom PSV Ingolstadt, mussten sich im ersten Spiel die Haunwöhrer gegen die Pestalozzikinder zur Wehr setzen. Diese traten zwar ohne Viertklässler in ihren Reihen an, konnten aber auf basketballerfahrene Spieler zurückgreifen. Schließlich gibt es in der Pestalozzischule schon seit vielen Jahren Basketballsport am Nachmittag im Rahmen „Sport nach 1“. So verwunderte es am Ende des Spieles denn auch nicht, dass die Gastgeber deutlich verloren. Doch was diese im vergangen Schuljahr in der von Alexander Hoen geleitete Schülerarbeitsgemeinschaft Basketball in dieser Sportart gelernt hatten, konnte sich durchaus sehen lassen.
Im zweiten Turnierspiel durften die Gaimersheimer Schüler endlich zu ihrem allerersten richtigen Basketballspiel antreten. Auch sie wollten ihr Können unter Beweis stellen, das sie in einer von Alexander Hoen geführten „SAG Basketball“ erworbenen hatten. Auch einige Eltern und sogar Rektor Vieracker, der seine Zöglinge in einem eigens gecharterten Kleinbus begleitete, wollten sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen. So fieberte denn auch der Grundschulrektor mit großem Sportlerherz mit seiner Schulmannschaft mit: „Ja Mensch, warum treffen die denn nicht!“, entfuhr es ihm, als seine Vivienne Crede, die mit Abstand größte Turnierteilnehmerin zum wiederholten Male unter dem Korb stehend den Ball nicht zu zwei Punkten verwerten konnte. Vielleicht hätte man dem Turnierfavouriten, der Grundschule an der Pestalozzistraße doch noch ein Bein stellen können. Doch den Vier-Punkte-Rückstand zur Halbzeitpause machten die Pestalozzischüler mit sicher verwandelten Korblegern im letzten Spielviertel mehr als wett. Schließlich wurden diese ja auch von Basketballtallent Doneil Lewis, einem aus Jamaika stammenden Siebtklässler der Mittelschule an der Pestalozzistraße und zwei energischen Fünftklässlern aus derselben Schule aufopferungsvoll unterstützt. Doneil bekannte allerdings nach dem spannenden Spiel: „ Ich wusste gar nicht, dass das Coachen einer Mannschaft so anstrengend ist.“
Zuletzt freuten sich alle 30 teilnehmenden Kinder über den rundum gelungenen Spieletag, und jeder trug stolz seine erhaltene Urkunde nach Hause. Nun bleibt zu hoffen, dass auch im nächsten Schuljahr wieder Schülerarbeitsgemeinschaften im Basketball eingerichtet und Kinder an diesen schnellen Mannschaftssport herangeführt werden können, so wie dies heuer mit dem Zivildienst leistenden Alex Hoen sehr